| Gutscheine für bessere Lehre (jt) |
Wenn für Schulen oder die Lehre an Hochschulen kein Geld da ist, muss man sich nicht wundern, wenn manches im Argen liegt. Können Gutscheine daran etwas ändern?
Es ist die bekannte Geschichte: Der Wettbewerb soll für eine bessere Qualität sorgen. Wie aber sorgt man für mehr Wettbewerb in einem System, in dem die Finanzierung Ländersache ist und es weder für Schulen noch Universitäten Anreize gibt, sich um ihre "Kunden" zu bemühen?
Da kommt die Idee mit den Gutscheinen ins Spiel. Es gibt ja keine "echten" Kunden, die mit ihrem eigenen Geld ihre Bildung finanzieren und sich den Anbieter aussuchen, sondern die Lehre wird nahezu komplett vom Staat finanziert. Aber: Die Länder könnten für "ihre" Schüler bzw. Studenten Gutscheine ausgeben, die diese wiederum an den Bildungseinrichtungen einlösen, die attraktive Bedingungen bieten. Das Geld würde nach wie vor vom Staat kommen, aber die "Kunden" entscheiden, wo sie es ausgeben.
(aus:
Marion Schmidt: Her mit der Kohle!, Financial Times Deutschland 19.6.2009)