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  Lösungsbewertung (jt)

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Die Phase der Konfliktbearbeitung in der Mediation liegt hinter Ihnen, eine Reihe von Lösungsoptionen wurden gefunden und aufgeschrieben. Nun geht es an die Bewertung der Lösungsansätze. Dazu kann man zwei Ansätze wählen:
  1. Intuitiv orientierte Bewertungsansätze

    Die einfachste Form hier sind Fragen wie "Was ist Ihre Lieblingslösung?" - "Welche Option kommt überhaupt nicht in Frage?"
    Sodann können Klebepunkte zum Einsatz kommen, mit denen die Konfliktparteien die fünf attraktivsten Optionen kennzeichnen.
    Oder man setzt die PMI-Methode ein, bei der jede Option entweder mit einem Plus (+), einem Minus (-) oder einem "Interessant" (!) bewertet wird. Gerade der Begriff "interessant" deutet an, dass hier vielleicht noch nicht ausreichend weitergedacht wurde und die Option zwar Risiken, aber auch noch Potenzial hat.

  2. Kriteriengeleitete Bewertung

    Hier werden die Optionen an Hand zweier Kriterien bewertet:
    Die Interessenverwirklichung, d.h. es wird geprüft, ob es Optionen gibt, die gegen Interessen von Parteien verstoßen. Diese sollten zunächst eingeklammert und evtl. später "nachgebessert" werden. Es bietet sich an, zu jedem vorher aufgeführten Interesse die korrespondierende Option zu suchen, um sicher zu stellen, dass auch jedes Interesse berücksichtigt wurde.
    Die Umsetzbarkeit, gemeint ist dabei die tatsächliche als auch die rechtliche Realisierbarkeit. Bei der rechtlichen Seite darf und muss der Mediator seine "Inhaltsabstinenz" aufgeben und sicherstellen, dass die gewählten Optionen auch wirklich rechtlich sauber sind.
(aus: Ute Gläßer / Lars Kirchhoff: Lehrmodul 8: Lösungsfindung - Teil 2, Zeitschrift für Konfliktmanagement 5/2007, S.157/158)
 

 

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