| Misserfolg beim Training (jt) |
Auch diese Situation wird jedem Trainer früher oder später einmal begegnen: Das Seminar ist nicht so gelaufen, wie er es sich vorgestellt hat. Es muss ja nicht die absolute Katastrophe gewesen sein, manchmal reicht es ja schon, wenn man das Gefühl hat, diesmal einfach nicht so gut wie sonst gewesen zu sein. Einige Tipps, wie man als Trainer hiermit umgehen könnte:
- Ein Ritual entwickeln - was übrigens auch nach einem gelungenen Seminar wichtig ist, daher gibt es hierfür einen eigenen Eintrag in der Ideenfabrik: Seminar abschließen (jt)
- Notfall-Nummer: Wer nach dem Seminar allein noch weite Strecken zu fahren hat, dem könnte es gut tun, direkt mit einem Kollegen zu sprechen. Die entsprechenden Telefon-Nummern liegen im Handy bereit.
- Erfahrungen schriftlich festhalten: Nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern am Folgetag die Veranstaltung auswerten, und zwar schriftlich. Auch aufschreiben, welche Konsequenzen man daraus zieht. Vorteil: Man kann die Erlebnisse anschließend abheften und wegstellen.
- Zügig nachbereiten - nicht lange damit warten, sondern alles, was man den Teilnehmern zugesagt hat, zeitnah liefern. Aber nicht rechtfertigen, wohl aber Teilnehmern, deren Einwände berechtigt waren, noch einmal für die Kritik danken.
- Mit den Kritikern das persönliche Gespräch suchen - wenn es offene Punkte gibt. Und keineswegs die Schuld bei den Teilnehmern suchen!
- Feedbackbögen sorgfältig lesen - manchmal sollen sie ja tatsächlich wertvolle Hinweise enthalten, die im mündlichen Feedback nicht erwähnt wurden.
- Coaching und Supervision in Anspruch nehmen - eigentlich selbstverständlich, oder?!?
- Und vor allem: Sich Pausen gönnen, auch mal eine Auszeit nehmen!
(aus:
Jürgen Schulze-Seeger: Kopf hoch, Trainer!<7b>, managerSeminare 11/2009, S.54-59)
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