| Wer weiß, wozu das gut ist (Sczepanski) |
Eine sehr alte chinesische Tao-Geschichte erzählt von einem Bauern in einer
armen Dorfgemeinschaft. Man hielt ihn für gut gestellt, denn er besaß ein
Pferd, mit dem er pflügte und Lasten beförderte. Eines Tages lief sein Pferd davon. Alle seine Nachbarn riefen, wie schrecklich das sei, aber der Bauer meinte nur:
"Wer weiß, wozu das gut ist".
Ein paar Tage später kehrte das Pferd zurück und brachte zwei Wildpferde
mit. Die Nachbarn freuten sich alle über sein günstiges Geschick, aber der
Bauer sagte nur:
"Wer weiß, wozu das gut ist".
Am nächsten Tag versuchte der Sohn des Bauern, eines der Wildpferde zu
reiten; das Pferd warf ihn ab, und er brach sich ein Bein. Die Nachbarn
übermittelten ihm alle ihr Mitgefühl für dieses Mißgeschick, aber der Bauer
sagte wieder:
"Wer weiß, wozu das gut ist".
In der nächsten Woche kamen Rekrutierungsoffiziere ins Dorf, um die jungen
Männer zur Armee zu holen. Den Sohn des Bauern wollten sie nicht, weil sein
Bein gebrochen war.
Als die Nachbarn ihm sagten, was für ein Glück er hat, antwortete der Bauer.
"Wer weiß, wozu das gut ist"....
(MWonline zur Verfügung gestellt von
Norbert Sczepanski)
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| Bewertung | Anzahl |
| Klingt interessant, werde ich umsetzen | 6 |
| Habe ich ausprobiert, hat einigermaßen funktioniert | 1 |
| Klingt zwar interessant, aber ich sehe keine Möglichkeit, sie umzusetzen | 1 |