| ZüBaMo (wb) |
Ein auf den ersten Blick eigenartiges Gesprächsmodell, das aber verhindert, dass aus unterschiedlichen Ansichten rasch ein Streitgespräch entsteht. Der Name "ZüBaMo" ist abgeleitet aus "Züntersbacher Modell", benannt nach dem langjährigen Seminarort Schoenakers in der Rhön.
Bei dieser Art des Gespräches sitzen die Partner sich nicht gegenüber, sondern idealerweise ohne direkten Blickkontakt nebeneinander und reflektieren mehr für sich als für den anderen drei Fragen:
- Was beschäftigt mich?
- Was ist mir klar geworden?
- Wie war das, was hinter mir liegt?
Schoenakers Erklärung: "Wer spricht, der spricht nur so für sich hin. Er schaut den anderen nicht an. Er erwartet keine Reaktion, er fordert diese auch nicht heraus. Wenn er sich 1-2 Minuten lang mitgeteilt hat und aufhören will, sagt er: 'Bis soweit erst mal.' Das ist dann das Signal an den Partner, dass er nun sprechen kann. So kann das eine ganze Weile - bis zu 30 Minuten - weitergehen. Am Ende weiß jeder vom anderen, was in ihm lebt." (S. 56) Dieses "Nebeneinanderherreden" mag erst einmal befremdlich wirken, hat aber den Vorteil, dass es der Versuchung entgegenwirkt, sich bei der Öffnung sehr rasch in ein Streitgespräch zu verwickeln - und sich damit gegenseitig zu entmutigen.
Gut geeignet bei Themen, von denen Sie wissen, dass beide Partner zu empfindlichen Reaktionen tendieren.
(aus:
Schoenaker, Theo: Wenn die Kinder aus dem Hause sind und der Hund gestorben ist. Rdi-Verlag 2008)
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Bücher zu diesem Thema: |
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Autor / Titel Verlag (Jahr) |
Kurzbeschreibung |
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Schoenaker, Theo Wenn die Kinder aus dem Hause sind und der Hund gestorben ist Rdi-Verlag (2008) |
Mehr als die Lebensphasen davor sind die Jahre jenseits des Berufslebens eine gestalterische Herausforderung, weil sie weit weniger vorgeprägt sind. Schoenakers Buch liefert wertvolle Anregungen, diese Chance zu erkennen und zu meistern. |
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