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  Leserkommentare (301)

 Anfragen  ::   301. Anfrage vom 05.06.2008  ::   Leserkommentare (301)



Was tun, wenn das ganze Unternehmen von Misstrauen geprägt ist?

Leserkommentare: (Die folgenden Beiträge stammen von Lesern und decken sich nicht unbedingt mit der Meinung der MWonline-Redaktion)

Keiner der Beteiligten will einen schlechten Job machen. Alle wollen einen Vorteil erzielen. Die Rückführung auf die Grundlagen ist für alle notwendig. Da diese Situationen nicht so sehr selten sind, und auch innerhalb von Großkonzernen mit der gleichen Vehemenz auftreten können, gibt es auch einfache Lösungsansätze - weil komplizierte Lösungsansätze sofort Widerstand und Mißtrauen hervorrufen.

Nehmen Sie sich Papier + Bleistift oder ein Mindmappingprogramm und gehen sie die Lösungen von allen unterschiedlichen Strömungen separat an. Schreiben sie einfach die Wirkzusammenhänge separat auf, die von den Personen gesehen werden. Vergessen sie die Voraussetzungen nicht, die aufgestellt werden und verwenden sie darauf ggf ein zweites Blatt Papier.

Der zweite Schritt ist die Konsolidierung: Sie werden sehen, keiner der Kollegen hat alle Puzzleteile gesehen - sie müssen sich fragen, WARUM WURDEN SIE NICHT GESEHEN, wo doch alle nur das Beste wollten. Hier liegt möglicherweise der Schlüssel.

Der dritte Schritt ist die Skizze eines Vorschlags, der ALLE Sichtweisen und Voraussetzungen berücksichtigt UND BEWERTET. Als Bereichsleiter müssen Sie Flagge bekennen können - managen bedeutet ja auch Ideen verkaufen können. Sie können auf folgende Basis bauen: 1) Alle ziehen mit, wenn sie gewinnen. 2) Wissen schafft Verantwortung - wenn alle die gleichen Eingangsinformationen haben und sie gleich bewerten, sollte der Ergebnisraum nur noch in Nuancen unterschiedlich sein. Vorsicht - da liegt auch eine Gefahr für Sie, wenn sie Überbringer schlechter Nachrichten werden, die andere für sich behalten hatten.
Etwas lakonisch sein und emotionelle Unbeteiligtheit hilft.

Bauen sie für jeden etwas in den Vorschlag ein und lassen sie die GF drauf kommen, dass es deren eigener Vorschlag war.
Workshopping halte ich erst im zweiten Schritt für brauchbar, weil niemand öffentlich zurückstecken mag. Jörg Middendorfs Ansatz über die Diosziplinierung durch die Gruppe halte ich daher für wenig aussichtsreich, sofern nicht durch einen von allen anerkannten sehr ausgefuchsten Moderator begleitet. Allein die Einigung auf so eine Person ist nicht wahrscheinlich.
Absender: wiesner@gfci.de